EIAA: Wachsende mobile Internetnutzung

Research Report, 15.04.11
Gruppe junger Leute, die auf ihre Mobiltelefone schauen

In einer aktuellen Studie zur mobilen Internetnutzung in Europa liefert die EIAA neue Einblicke in den mobilen Bereich, mit dem wichtige Zielgruppen bereits mehr Stunden pro Woche verbringen als mit Zeitungen oder Zeitschriften.


Die Studie zur mobilen Internetnutzung, die auf den Erkenntnissen der 2010 EIAA Mediascope Europe Studie zum Konsum digitaler Medien basiert, stellt heraus, dass inzwischen 14 % aller Europäer wöchentlich mit ihrem Mobiltelefon auf das Internet zugreifen. In Großbritannien und Schweden liegt die Zahl sogar bei 20 % und in der Türkei nutzen mit 21 % der Bevölkerung sogar mehr Menschen das Internet mobil als über PC oder Laptop (20 %). In den europäischen Schwellenmärkten wächst die mobile Internetnutzung besonders schnell und wird vor allem von jüngeren Zielgruppen vorangetrieben, mit 24 % aller 16- bis 24-Jährigen und 21 % aller 25- bis 34-Jährigen.


Unter den mobilen Internetnutzern nimmt die Nutzung des Internet per Mobiltelefon wöchentlich mehr Zeit in Anspruch (6,4 Stunden) als das Lesen von Zeitungen (4,6 Stunden) oder Zeitschriften (4,2 Stunden). Bei der mobilen Internetnutzung dominieren Kommunikation und Unterhaltung: 69 % aller Nutzer verschicken und erhalten E-Mails, 33 % halten sich über Social Media auf dem Laufenden und 26 % nutzen Instant Messaging Dienste. 51 % nutzen das mobile Internet, um Videos, Weblinks oder Bilder zu versenden, 28 % sehen sich Fernsehfilme oder kurze Videoclips an und 27 % laden Filme herunter.

 

Die Nutzung mobiler Geräte führt zu einer zunehmenden Medienkonvergenz in Europa, wodurch sich Werbetreibenden die Möglichkeit bietet, wichtige Zielgruppen auf mehreren Plattformen zu erreichen: Bei 70 % der mobilen Internetnutzung findet gleichzeitig eine weitere Medienaktivität statt. So sitzen 48 % der mobilen Internetnutzer zeitgleich vor dem Fernseher. Mithilfe des Media-Multiplier-Effekts kann mobile Internetwerbung Einbindung und Rendite bei den Nutzern erhöhen, die auf mehr als einem Kanal Werbekampagnen zu sehen bekommen.