Suchmaschinenkampagnen haben den größten Anteil am Wachstum der deutschen Online-Werbeausgaben

Branchen News, 01.02.09

Die detaillierteste Studie, die je zu europäischen Online-Werbeausgaben durchgeführt wurde, zeigt, dass Suchmaschinenkampagnen in Deutschland eine Führungsrolle einnehmen. Es wurden 1,1 Milliarden € für Suchmaschinenwerbung ausgegeben, für Display-Anzeigen lag der Wert bei 837 Millionen €. Beide Kanäle zeigen ein gesundes Wachstum.

 

Mit 560 Millionen € hat Deutschlands Online-Kleinanzeigenmarkt ebenfalls einen erheblichen Anteil an den Internet-Ausgaben. Die Zahl für E-Mail-Marketing liegt derzeit bei 32,2 Millionen €.

 

Die Studie bestätigt Deutschlands Position als Zugpferd für die Online-Werbung. Das Land kommt für 23 Prozent der europäischen Online-Werbeausgaben auf und ist eines von sechs Ländern, in denen die Online-Werbung mehr als 10 Prozent des gesamten Werbebudgets ausmacht. Die Studie von IAB Europe zeigt ein 43-prozentiges Wachstum für alle Online-Werbekanäle im Vorjahresvergleich.

 

Sieht man Europa als Ganzes, so erscheinen die Ausgaben für Suchmaschinen- und Display-Kampagnen wesentlich ausgeglichener. Wenn man die Zahlen für Großbritannien ausklammert (wo für Suchmaschinenwerbung doppelt so viel ausgegeben wird wie für Displaywerbung), liegt die Displaywerbung mit 38 Prozent des Budgets leicht über der Suchmaschinenwerbung (36 Prozent). In ganz Europa wuchsen sowohl Display- als auch Suchmaschinenwerbung um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 

IAB Europe-Präsident Alain Heureux erklärt: „Mit einer vergleichbaren Wachstumsrate von 40 Prozent beweist der europäische Online-Werbemarkt einmal mehr seinen starken Expansionskurs, während traditionelle Werbung auf der Stelle tritt oder in einigen Formaten sogar zurückgeht.”

 

Wie er hinzufügte, wird sich der relative Anteil von verschiedenen Online-Kanälen weiterhin verändern, wenn neue Formate den Display-, Suchmaschinen-, E-Mail- und Kleinanzeigenkampagnen Konkurrenz machen. Derartige Innovationen und die Vielzahl der Formate, die bereits online verfügbar seien, dürften dem Online-Werbesektor gut durch die Zeiten der Finanzkrise helfen, so Heureux.